Integrative Medizin (Wirkung)Zu dieser Kombination liegen Studien mit unterschiedlichen Inhalten vor:Viszerale Hyperalgesie (5) Bei viszeraler Hyperalgesie infolge kolorektaler Instillation von Essigsäure wirkt Elektroakupunktur an der Kombination ST36 und ST37 mit den Frequenzen 2, 100 und 2/100 Hz (nicht scheinstimulierte Akupunktur) analgetisch. Die Wirkung einer intraperitonealen Gabe von Naloxon war abhängig von der jeweiligen Frequenz unterschiedlich. Die Autoren schlossen daraus, daß frequenzabhängig unterschiedliche Opioidsignalwege die Wirkung der Akupunktur vermitteln.[1489512395-de] (3) Die Kombination milderte eine viszerale Hyperalgesie (infolge Zymosan, einem Homoglykan, das auch TLR-2 aktiviert) und beeinflußte gleichzeitig die Ionenkanal und TRPV1- Expressionen (colorektal) sowie die Aktivierung des ERK1/2 MAPK Signalweges im peripheren und zentralen Nervensystems.[1450614017-de] (8) Bei jungen Ratten war durch vieltägiges Dilatieren de Rektum eine viszerale Hyperalgesie erzeugt worden, die mit einem Ansteigen der Zaahl an cFOS- und NR1- positiven Zellen in Nucleus reticularis gigantocellularis, Nucleus lateralis paragigantocellularis und Nucleus reticularis gigantocellularis pars alpha der rostralen ventromedialen Medulla einherging (jeweils Signifikanz). Elektroakupunktur konnte alle diese pathologischen Veränderungen signifikant abmildern.[1500718873-de] (9) Bei Ratten mit Reizdarmsyndrom besteht eine viszeralen Hyperalgesie mit abnormal hoher Erregbarkeit im spinalen Hinterhorn. Gleichzeitig steigt die Expression von cFOS in den oberflächlichen Laminae (SDH, laminae I und II), Nukleus proprius (NP, laminae III und IV), Hals des Hinterhorns (NECK, laminae V und VI) jeweils lumbosakral (L6 bis S2) und im NECK thorakolumbal (T13 bis L2). Die Kombination ST36 und ST37 (nicht NAP) reduziert sowohl die Hyperalgesie, als auch die Expression von cFos in SDH, NP und NECK in den entsprechenden Wirbelsäulenabschnitten jeweils signifikant.[1504076726-de] (7) Bei Ratten wurde durch Aufblasen eines Ballons im Rektum (Lebenstage 8 und 21) ein Reizdarmsyndrom erstellt. Dabei kam es zu einer signifikanten Zunahme der Frequenz der peristaltischen Wellen. Elektroakupunktur an der Kombination ST36 und ST37 konnte diesen Frequenzanstieg signifikant mindern.[1500562251-de] (13) Bei Ratten entstanden nach kolorektaler Instillationen von Essigsäure in unterschiedlichen Konzentrationen und anschließender kolorektaler Aufdehnung meßtechnisch erfaßbare Schmerzreaktionen (signifikante Veränderungen von Bauchdeckenreflex und Elektromyogramm des Muskulus rektus abdominis). Wurde zweiprozentige Essigsäure verwendet, waren die meßtechnische Erfassung der Schmerzreaktionen, sowie die Erfassung der analgetischen Wirkung der Akupunktur an günstigsten darstellbar.[1563874891-de] (10) Infolge kolorektaler Aufdehnung stiegen die Scores des Bauchdeckenreflexes gleichzeitig mit der Expression von NR2B im Rückenmark (Laminae I bis X thorakolumbal und lumbosakral). Elektroakupunktur an der Kombination ST36 und ST37 bewirkte ein jeweils signifikantes Absinken aller genannten Parameter. [1531995154-de] Magen (1) Reflexantwort auf den Druckanstieg im Magen (sympathoexcitatorische kardiovaskuläre Reaktionen auf die Magenblähung) wird reduziert. (Unstimulierte Akupunktur zeigte keine Veränderungen.)[1302954294-de] Schmerz (6) Die Kombination steigerte sowohl ipsi- als auch kontralateral bezüglich eines entzündlichen Schmerzes eingesetzt die Schmerzschwelle (thermische und mechanische). Dabei reduzierte sich auch der Stromfluß an den spannungsabhängigen Natriumkanälen in den dorsalen Wurzelganglien und die dortige Expression von TRPV1.[1492683630-de] (2) Die Kombination führt zu einer Schmerzlinderung. Daran beteiligt sind möglicherweise Histamin (H) und Dopamin (D), sowie speziell auch das periaquäduktale Grau (PAG - Teil des endogenen, schmerzhemmenden Systems).[1325689639-de] Sonstiges (4) Die Kombination (elektrostimuliert und unstimuliert subkutan appliziert), aber auch Ohrakupunktur reduzierten bei Ratten 6 Wochen nach der Induktion von Epilepsie mittels Kainsäure das Auswachsen der Moosfasern in den Regionen CA1, CA2 und CA3 des Hippocampus. Dieses Auswachsen wird verantwortlich für das Auftreten epileptischer Anfälle gemacht. (Kritischer Hinweis: Recht geringe Fallzahl, recht ähnliche Ergebnisse aller behandelten Gruppen - die als Kontrolle gedachte unstimulierte Akupunktur war nicht an NAPs durchgeführt worden, sondern durch sehr oberflächliche Nadelung.)[1455212013-de] (12) Nach zerebralem Ischämie- Reperfusionstrauma zeigten sich bei den Versuchstieren erhebliche neurologische Defizite, es traten Infarktareale auf und es stiegen im Periinfarktbereich KI67, saures Gliafaserprotein (GFAP) und Nestin, sowie im Infarktbereich Nestin an (jeweils Signifikanz). Akupunktur an der Kombination mit 2 Hz (nicht mit 15 Hz oder Scheinakupunktur) steigerte GFAP und senkte Ki67 (Periinfarktbereich) und Nestin (Infarkt- und Periinfarktbereich) (jeweils Signifikanz).[1560770785-de] (11) Durch sechswöchige Kälteeinwirkung wurde bei Ratten ein signifikanter Bluthochdruck ausgelöst. Eine Elektroakupunktur (A) (nicht eine unstimulierte Akupunktur [S]) senkte ihn signifikant. Dabei steigerte A die Expression von Präproenkephalin in der rostralen ventrolateralen Medulla signifikant verglichen mit S, einer unbehandelten Modell, aber auch einer normotonen Kontrollgruppe.[1533224639-de] (14) Phenylbiguanid (PBG), ein Serotoninrezeptoragonist führte bei Ratten nach Injektion in den Nukleus traktus solitarius (NTS) zu Bradykardie und Vasodepression, bis hin zur vagalen Synkope. PC5 + PC6 und ST36 + ST37 (nicht LI6 + LI7 und GB37 + GB38 + GB39) steigerten nach PBG den mittleren Blutdruck und die Herzfrequenz.[1592320849-de] (15) Bei Ratten wurde der linke Nervus ischiadicus durchtrennt. Dadurch kam es zu signifikanter Muskelatrophie (Gewicht, Querschnittsfläche, Muskelfaserdurchmesser und Zunahme der Apoptose). Die Kombination ST36 und ST37 minderte die alle Komponenten der Atrophie. Zudem steigerte sie verglichen mit der Modellgruppe die dortigen Expressionen von Pax3, Pax7 (beide als Hinweise auf Proliferation und Differenzierung der Muskelzellen) und pAKT (Ser 473, nicht Thr308).[1595846055-de] Quellen: www.AkuData.de: [Quelleneinbindung in eckigen Klammern entspricht AkuData-Index] |
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